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Informationen zum SAP Academic User Group Meeting 2019

09.10.2019 -

SAP SE – die wertvollste deutsche Marke und Marktführer im Bereich Business Software - fördert seit vielen Jahren die Ausbildung von künftigen Fach- und Führungskräften. Die lizenzfreie Bereitstellung der Software für den Einsatz in Lehre und Forschung ermöglicht akademischen Institutionen weltweit, Geschäftsvorgänge anschaulich und praxisnah zu vermitteln. Die Erstellung entsprechender Lehrmaterialien und das Hosting der Software wird global von fünf SAP University Competence Centern (SAP UCC) geleistet. Das größte seiner Art befindet sich in Magdeburg an der Otto-von-Guericke-Universität.

 

Jährlich trifft sich die akademische SAP Community zum Kooperations- und Erfahrungsaustausch zum didaktischen Einsatz von SAP-Technologie. Das diesjährige SAP Academic User Group Meeting 2019 fand in der zweiten Septemberwoche an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg statt und stand unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen Anhalt. Angereist waren mehr als 200 Professoren und Dozenten aus dem deutschsprachigen Raum, um sich zu Herausforderungen der Digitalisierung in der Arbeitswelt und den entsprechenden Erfordernissen bei der Ausbildung von Fachkräften zu informieren und auszutauschen.

 

Der Fokus der Konferenz lag auf dem Thema Digital Manufacturing. Namhafte Industrieunternehmen unterstützten die Konferenz als Sponsoren. FESTO Didactic, ETS Didactic GmbH und Fischertechnik waren mit digital vernetzten Modellfertigungsanlagen vor Ort und fanden das rege Interesse des Fachpublikums für deren Einsatz in der Lehre und mögliche Forschungs- und Curriculum-Projekte.

Professor Klaus Turowski in seiner Funktion als akademischer Direktor des SAP UCC Magdeburg und Professor Helmut Krcmar, Leiter des SAP UCC München, eröffneten die Konferenz mit einem Rückblick auf die erfolgreiche Geschichte der beiden deutschen UCCs, die insgesamt über 800 akademische Einrichtungen im EMEA-Gebiet betreuen. Die anschließenden Grußworte von Staatssekretär Thomas Wünsch gingen mit dem Versprechen seines Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung einher, das SAP UCC Magdeburg weiterhin bei der Ausbildung von IT-Fachkräften zu unterstützen.

 

Hochrangige Wirtschaftsvertreter hielten Vorträge zum Topthema Digitalisierung. CTO (Chief Technology Officer) bei SAP, Glenn Gonzáles, veranschaulichte die sich immer schneller verändernde Erwartungshaltung der Gesellschaft an die digitale Welt und machte die Wichtigkeit von Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit von Seiten der Industrie deutlich. Auch der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DSAG e.V. (Deutsche SAP-Anwendergruppe), Otto Schell, sprach über die Relevanz der digital vernetzten Geschäftswelt und die unbedingte Notwendigkeit, die Digitalisierung in Deutschland weiter voranzutreiben, um den Anschluss an globale Entwicklungen nicht zu verpassen.

 

In thematisch vielseitigen Community Sessions und Workshops konnte sich die akademische SAP Community zum Einsatz von SAP-Technologien in Lehre und Forschung, sowie zu aktuellen Entwicklungen im Bildungssektor austauschen. An die zweitägige Konferenz schlossen sich traditionsgemäß dreitägige Schulungen für die SAP-lehrenden Dozenten an, die von Experten des SAP UCC Magdeburg gehalten wurden.

 

Natürlich kam auch das Kulturprogramm nicht zu kurz: Es gab eine rauschende Abendveranstaltung in der Festung Mark, einen Rundgang durch das europaweit größte digitale 360° Virtualisierungszentrum Elbedome und einen Nachtwächterrundgang durch die Altstadt Magdeburgs. Das SAP Academic User Group Meeting 2019 erhielt von allen Beteiligten überaus positives Feedback für die inhaltliche und organisatorische Durchführung.

Kontakt für die Medien: Anja Herbst, M.A., Customer Relationship Manager, SAP University Competence Center Magdeburg (SAP UCC) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Fakultät für Informatik Postfach 41 20, 39016 Magdeburg, UCC-Hotline: 0700-SAPUCCMD (0700-72782263), UCC-Web: http://www.sap-ucc.com

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Wie objektiv ist eine KI der Zukunft? 1. Convention „KI & Wir*“ zu Künstlicher Intelligenz & Gender vom 22. -24.11.2019 in der Festung Mark in Magdeburg

09.10.2019 -
„Wo kommen wir denn dahin, wenn….? #ChanceKI“ - Unter dieser Leitfrage ist das aktuelle Wissenschaftsjahr des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Thema „Künstliche Intelligenz“ gestartet. Auch das Land Sachsen-Anhalt beteiligt sich dabei hochschulübergreifend mit einer mehrtägigen Convention „KI & WIR*“: 
Forscher*innen unterschiedlicher Disziplinen der KI und der Genderforschung experimentieren und diskutieren vom 22. bis 24. November in Magdeburg gemeinsam mit der breiten Öffentlichkeit, wie objektiv eine KI der Zukunft ist. Die Plattform wird entwickelt unter der Federführung der Otto-von-Guericke-Universität, unterstützt durch das landesweite FEM POWER-Netzwerk, gemeinsam im Verbund mit der Hallenser Organisation science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation. 

 

3 Tage lang möchten kreative, kritische und kluge Köpfe zeigen, was Künstliche Intelligenz mittlerweile alles kann, und wo die Reise zukünftig hin geht. Auf einer Ausstellungsfläche von über 1000qm in der Festung Mark in Magdeburg erleben Besucher*innen spannende Expert*innen, die zum neuesten Stand der KI-Forschung diskutieren. Eine Ausstellung zeigt Jung und Alt dazu neueste Produkte, Anwendungen, Workshops, Initiativen aus dem Feld der Künstlichen Intelligenz zum Anfassen, Mitmachen, Ausprobieren, Feedback geben.  Weiterer Programmpunkt ist das tägliche SciFi-Film-Programm, das Freitag und Samstag um 18 Uhr und Sonntag um 11 Uhr stattfindet und anschließend im „KI-Gender-Quartett“ rezensiert wird: Wie rezipieren Genderexpert*innen, wie KI-Forscher*innen das Gesehene? Welche Mythen, welche Fakten stecken in dem Film, was ist technologisch machbar, was ist gesellschaftlich gewünscht oder gefürchtet? Aber auch: mit welchen Stereotypen werden wir als Zuschauer*innen subtil oder offen konfrontiert? Das Publikum diskutiert mit.
Die Convention wird eröffnet für Menschen, die sich Gedanken dazu machen, wie unsere Gesellschaft fair und gerecht miteinander umgeht. Auch mit neuesten Technologien und Systemen wie der Künstlichen Intelligenz. Weitere Informationen zum Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz finden Sie unter www.wissenschaftsjahr.de.
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Mitglieder der Arbeitsgruppe Datenbanken und Software Engineering erhalten den Most Influential Paper Award

02.10.2019 -

Auf der International Systems and Software Product Line Conference 2019 in Paris, Frankreich, wurden Prof. Christian Kästner (Carnegie Mellon University), Prof. Sven Apel (Saarland University), und Dr.-Ing. Martin Kuhlemann (Daimler AG) mit dem SPLC Most Influential Paper Award ausgezeichnet. Sie erhielten den Preis für Ihren Beitrag "Granularity in Software Product Lines" auf der International Conference on Software Engineering 2008.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Beitrags waren Prof. Kästner und Dr.-Ing. Kuhlemann Mitglieder der Arbeitsgruppe Datenbanken und Software Engineering der Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke Universität. Auch Prof. Apel war ebenfalls Mitglied der Arbeitsgruppe bis zu seiner Promotion und war zu diesem Zeitpunkt an der Universität Passau angestellt.

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Alle FIN-Studiengänge sind Bestandteil der Systemakkreditierung der OVGU

20.09.2019 -

Als erste Hochschule des Landes Sachsen-Anhalt führt die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein umfassendes Qualitätsmanagement für ihr gesamtes Studienangebot ein. Mit der Etablierung der sogenannten Systemakkreditierung werden alle für die universitäre Lehre relevanten Strukturen und Prozesse regelmäßig daraufhin überprüft, ob sie geeignet sind, eine gleichbleibend hohe Qualität der Studienprogramme zu gewährleisten. Über alle Studiengänge hinweg gelten dann national und international gültige Standards und Kriterien. Das betrifft u.a. zeitgemäße Studieninhalte, transparente Prüfungsordnungen und vergleichbare Abschlüsse, aber auch die Qualität der Studien- und Karriereberatung, der Weiterbildung von Lehrenden oder der Betreuung der Studierenden. Regelmäßig stattfindende Evaluationen von Lehrveranstaltungen und Befragungen der Studierenden vervollständigen den umfangreichen Kriterienkatalog.

 Download_Systemakkreditierung Uni Magdeburg

Ziel des neuen Qualitätsentwicklungssystems ist es, über alle 53 Bachelor- und 60 Masterstudiengänge der Universität Magdeburg hinweg eine moderne, bedarfsgerechte und weltweit anerkannte universitäre Ausbildung auf hohem Niveau sicherzustellen. „Auch die universitäre Lehre richtet sich nach aktuellen gesellschaftlichen Diskursen und den Anforderungen gegenwärtiger Berufs- und Tätigkeitsfelder aus“, so der Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. „Wir haben mit der Systemakkreditierung einen Instrumentenkoffer, die Qualität der Lehre systemisch abzubilden und den Studienerfolg universitätsweit zu organisieren. Nur, wenn wir hohe Standards in der Lehre setzen und dabei den gesamten Prozess von der Bewerbung bis zur Karriereberatung im Blick haben und gestalten, können wir uns im weltweiten Wettbewerb um kluge Köpfe positionieren und weiterentwickeln. Insbesondere die steigende Zahl internationaler Studierender stellt uns in puncto Qualitätssicherung vor große Herausforderungen.“ Die Entscheidung, nicht mehr einzelne Studiengänge isoliert zu begutachten, sondern laufend und stetig das Gesamtsystem der Lehre 365 Tage im Jahr mit belastbaren Kennzahlen und Parametern auf den Prüfstand zu stellen, sei darüber hinaus ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Autonomie und Eigenverantwortung der Universität.

Über ein Jahr lang wurde unter Begleitung einer externen Gutachterkommission der Agentur EVALAG der Prozess der Systemakkreditierung in der Universität Magdeburg vorbereitet und anschließend einer Prüfung unterzogen. Am 16. September 2019 überreichte der Vorsitzende der Gutachterkommission, Prof. Volker Linneweber, dem Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, und der Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Franziska Scheffler, die Urkunde im Beisein von Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung sowie des Bildungsministeriums des Landes Sachsen-Anhalt.

Mit der Systemakkreditierung stellt die OVGU sicher, dass alle ihre Studiengänge dauerhaft den verbindlichen Qualitätsstandards des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) und des Akkreditierungsrates entsprechen und weiterentwickelt werden. „Wir wollen transparente Qualitätsentwicklung statt personifizierter Leistungskontrolle“, fasst es die Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Franziska Scheffler die Umstellung auf die Systemakkreditierung zusammen.

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg werden an neun Fakultäten insgesamt über 100 Bachelor- und Masterstudiengänge, Lehramtsstudiengänge sowie der Staatsexamensstudiengang Humanmedizin angeboten. Rund 14.000 Studierende sind immatrikuliert. 43 Prozent der Studierenden sind den Ingenieur- und Naturwissenschaften, 12 Prozent der Medizin und den Gesundheitswissenschaften sowie 45 Prozent den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zuzuordnen. 43 Prozent der Studienanfänger sind weiblich, 25 Prozent kommen aus dem Ausland. (Stand Wintersemester 2018/19)

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Am 19.-20.09. findet das 18. GI/ITG KuVS Fachgespräch Sensornetze an der Fakultät für Informatik statt

16.09.2019 -

19. - 20. September 2019, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Die Nutzung von Rechnern, Smartphones und entsprechender Kommunikationstechnik ist für die meisten Menschen unserer heutigen Gesellschaft Teil des Alltags geworden. Gleichzeitig können mehr und mehr Gegenstände kommunizieren, Informationen bereitstellen oder gesteuert werden. In Sensornetzen, Internet-of-Things, Cyber-Physical-Networks, etc. kommunizieren Geräte verschiedenster Art und für verschiedenste Zwecke miteinander. In manchen Szenarien werden von Sensoren Daten gesammelt und an zentrale Stellen zur Weiterverarbeitung, Speicherung sowie Entscheidungsfindung übertragen. Bei Einsatz von Aktorik können dann auch Regelschleifen geschlossen werden. Je nach Einsatzzweck kommen unterschiedliche Technologien für die Sensorik, Kommunikation, Verarbeitung, und Speicherung zum Einsatz. Obwohl seit vielen Jahren umfangreiche Forschung in diesem Umfeld erfolgt, gibt es nach wie vor vielfältige offene Fragestellungen und Herausforderungen. Zudem bestehen sehr breite und unterschiedliche Anwendungsbereiche, die oftmals spezielle Anforderungen an alle einzelnen Komponenten stellen. So sind die Anforderungen zwischen Szenarien wie Smart Farming, für Industrieanlagen oder für Smart-Cities sehr unterschiedlich.

Das Ziel dieser Reihe von Fachgesprächen ist der informelle Gedankenaustausch für Wissenschaftler aus Forschung und Industrie sowie die Stärkung von Kooperationen in diesem multidisziplinären Forschungsbereich. Im Rahmen des 18. Fachgesprächs soll daher die Diskussion gegenüber der Vortragspräsentation im Vordergrund stehen.

Die Webseiten und Beiträge der vergangenen Fachgespräche sind über die GI/ITG Fachgruppe Kommunikation und Verteilte Systeme (KuVS) erreichbar.

 

Als Begleitprogramm zum diesjährigen FGSN bieten wir einen RIOT-Workshop an.

zum RIOT-Workshop: RIOT - The friendly Operating System for the Internet of Things

Termine

  • Einreichung Papers: 14. Juni 2019 28. Juni 2019 05. Juli 2019
  • Einreichung Demos: 28. August 2019   8. September 2019 (Einreichung ist geöffnet)
  • Benachrichtigung Papers: 23. Juli 2019  2. August 2019
  • Benachrichtigung Demos: 11. September 2019
  • Finale Einreichung: 16. August 2019
  • Anmeldung: 16. August 2019
  • Fachgespräch: 19. - 20. September 2019 in Magdeburg

Das diesjährige Fachgespräch Sensornetze wird an der Fakultät für Informatik ausgerichtet.

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IT-Experten entwickeln Sicherheitskonzepte für regionale Unternehmen

04.09.2019 -

Die Digitalisierung ist aus dem privaten Alltag und den Strategien von Betrieben und öffentlichen Einrichtungen nicht mehr wegzudenken. Gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen des Landes fehlen jedoch oftmals die Ressourcen, ITSicherheit von Anfang an mitzudenken und zeitgemäß zu integrieren. Informatiker und ITExperten der Hochschule Harz, der MartinLutherUniversität HalleWittenberg (MLU) und der OttovonGuerickeUniversität Magdeburg (OVGU) wollen das nun in dem gemeinsamen Forschungsprojekt „CyberSecurityVerbund SachsenAnhalt“ ändern, auch als Teil der Digitalen Agenda des Landes. Jede Hochschule erhält hierfür rund 640.000 Euro vom Land und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Ende August fand an der Hochschule Harz die Auftaktveranstaltung statt. Prof. Dr. Hermann Strack, Experte für Netzwerke und praktische Informatik in Wernigerode, ist Koordinator des gemeinsamen Vorhabens. Er erklärt: „Informationstechnik wird oft im DoityourselfVerfahren aus Komponenten verschiedenster Anbieter zusammengestellt ohne konsequente Vorsorge bezüglich ITSicherheit.“ Sein Mitstreiter Dr. Sandro Wefel, ProjektLeiter am Institut für Informatik der MLU, ergänzt: „Geräte kommunizieren im Internet ohne menschliches Zutun miteinander. Das sind nicht nur Smartphones und andere Alltagsgegenstände auch in der Industrie gibt es viele Anwendungsbereiche für das sogenannte ‚Internet der Dinge‘. Das stellt jedoch ein beliebtes Angriffsziel für Hacker dar, es drohen nicht nur Datenklau und finanzielle Verluste, sondern auch rechtliche Sanktionen. Den Bedarf nach besseren Sicherheitsmechanismen gibt es eigentlich in allen Wirtschaftsbereichen.“ Prof. Dr. Jana Dittmann, InformatikProfessorin an der OVGU, betont, was die Wissenschaftler antreibt: „ITSicherheit und Datenschutz werden wesentlich zur Zukunfts und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts SachsenAnhalt beitragen.“

Sehr oft sei das Internet im Alltag eher mit Konsum, Spaß und Unterhaltung verbunden, das Bewusstsein um sensible Datenverkehre und der Schutz komplexer digitaler Prozesse kommen zu kurz. Hermann Strack zieht als Beispiel die Architektur heran: „Ein Haus soll schön aussehen und stilsicher eingerichtet sein, gleichzeitig muss es Wind und Wetter standhalten und Schutz bieten dafür integrieren Architekten, Statiker und Bauingenieure schon im allerersten Schritt der Planung die Sicherheit in ihre Konstruktion.“ In der IT nennen die Experten das „Security by Design“. „Und das ist auch unser Ziel“, so Strack. Der Professor blickt auf zahlreiche Projekte zurück, die unter anderem den Einsatz des neuen Personalausweises im Bildungsbereich wie z.B. bei Prüfungsmeldungen oder im Zeugniswesen untersucht haben. Dies ist ein Beispiel für den konstruktiven Einsatz von vertrauenswürdigen und hochwirksamen Sicherheitskomponenten.

Die Wissenschaftler besuchen derzeit Unternehmen und Einrichtungen darunter auch Schulen und öffentliche Verwaltungen um dort den Bedarf nach modernen und wirksamen Lösungen zu analysieren. Gemeinsam entwickeln die drei Projektpartner im Anschluss passende Beratungs und Schulungsangebote. Dabei geht es auch darum, Mitarbeiter zu sensibilisieren und entsprechende Lösungskompetenzen aufzubauen. Großen Wert wird auf Unabhängigkeit und Anbieterneutralität gelegt. „Bereits Anfang 2020 ist eine Informationsveranstaltung geplant“, erklären die Hochschulvertreter. Das Projekt läuft noch bis 2022.

 

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Kontakt und Ansprechpartner:
Verbundprojekt: netlab@hsharz.de
Prof. Dr. Hermann Strack, HS Harz: hstrack@hsharz.de
Prof. Dr. Jana Dittmann, OvGU: jana.dittmann@iti.cs.unimagdeburg.de
Dr. Sandro Wefel, MLU: sandro.wefel@informatik.unihalle.de

 

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Teilnehmer der CyberSecurityAuftaktveranstaltung an der Hochschule Harz (v.l.n.r.): 1. Reihe: Cathleen
Sondermann (HS Harz), Dekanin Prof. Dr. Andrea Heilmann (HS Harz), Oliver Otto (HS Harz), Mandy Knöchel
(MLU), Sebastian Karius (MLU) / 2. Reihe: Prof. Dr. Hermann Strack (HS Harz), Robert Altschaffel (OVGU), Dr.
Sandro Wefel (MLU), Sebastian Klinner (HS Harz). Foto: Hochschule Harz

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Maschinenlernen in Magdeburg

23.08.2019 -

Maschinelles Lernen wird immer wichtiger. Als Pionier auf diesem Forschungsgebiet gilt ein Professor aus Magdeburg: Rudolf Kruse.

Magdeburg (vs) l Geht es zum Beispiel um die Sicherheit beim autonomen Fahren, ist künstliche Intelligenz (KI) unabdingbar. Und das bedeutet: Maschinelles Lernen wird in Zukunft immer wichtiger. Was das bedeutet: Wissenschaftler versuchen zum Beispiel die Strukturen des menschlichen Gehirns, und damit die Übertragung von Nachrichten zwischen Neuronen, zu imitieren.

Sehr hilfreich in der KI sind auch sogenannte Fuzzy-Methoden. Als einer der Pioniere auf diesem Forschungsgebiet gilt ein Professor aus Magdeburg: Rudolf Kruse. Seit 23 Jahren arbeitet der Informatiker an der Otto-von-Guericke-Universität. Von Beginn an sind die Fuzzy-Systeme sein Forschungsschwerpunkt.

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Prof. Dr. habil. Rudolf Kruse, Ergebnisse seiner Forschung wurden unter anderem von Volkswagen genutzt. Foto: Pro M

 

Unscharfe Begriffe mathematisch verarbeitet

Was verbirgt sich dahinter? Ein Mensch kann Entscheidungen fällen, auch wenn er nur unvollständige oder sogar widersprüchliche Informationen hat. Ein Computer kann das erstmal nicht. Jedoch mit Hilfe der Fuzzy-Logik werden solche unscharfen Begriffe mit mathematischem Inhalt gefüllt und so dem Computer zugänglich gemacht. Rudolf Kruse vergleicht das Ganze mit unscharfen Aussagen in Kochrezepten, wie die Angabe „eine Prise Salz“.

„Das zu mathematisieren, eine Theorie zu entwickeln, die solche Aussagen übersetzt“, ist Kruses Anliegen. Seine Entwicklungen in diesem Bereich sind bahnbrechend. Dafür wurde er 2018 mit dem renommierten Fuzzy Systems Pioneer Award ausgezeichnet. Der Award gehört zu den höchsten Auszeichnungen des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), dem weltweit größten Berufsverband für Ingenieure aus den Bereichen Elektro- und Informationstechnik.

Autor von 25 Fachbüchern

Seit Oktober 2017 ist Rudolf Kruse emeritierter Professor, 21 Jahre lang hatte er eine Professur für Praktische Informatik an der Magdeburger Uni inne. Er kann auf zahlreiche Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften verweisen, ist Autor von 25 Fachbüchern.

An der Technischen Universität Braunschweig hatte Kruse Mathematik, Informatik und Physik studiert und dort promoviert. Seine erste Professur nahm er an der Braunschweiger Universität an. Zehn Jahre später, 1996, wechselte der Wissenschaftler als Professor nach Magdeburg. Und ist heute noch hier aktiv.

Volkswagen nutzt Ergebnisse der Forscher

„Diese Entscheidung habe ich nie bereut“, sagt Rudolf Kruse. In der Landeshauptstadt wurde die Fakultät ganz neu aufgebaut. „Ich konnte Teil dieses Prozesses sein.“

Die Kollegen seien überzeugend und mutig gewesen. „Ich habe das Gefühl, hier ziehen alle an einem Strang und so sind auch mal ungewöhnliche Entscheidungen möglich.“ Damit meint der Informatiker zum Beispiel das Angebot neuer Studiengänge wie „Data and Knowledge Engineering“. Woanders sei es viel schwieriger alte Strukturen aufzubrechen.

Getriebe reagiert auf Fahrer

Dass mit Methoden künstlicher Intelligenz Neues und Ungewöhnliches möglich ist, führt offenbar auch zu einzigartigen Innovationen. Zum Beispiel wurde für das Automatikgetriebe des VW Beetle eine Fuzzy-Methodik aus Kruses Arbeitsgruppe genutzt. Was dieses System kann: Die Sportlichkeit des Fahrers wird beim Schalten berücksichtigt. Anhand der Daten findet das System heraus, um was für einen Fahrertyp es sich handelt und kann sich bei der Schaltung darauf einstellen.

Auch in Sachen Planung nutzt VW Ideen aus Magdeburg. Weltweit werden VW-Fahrzeuge mit sogenannten Bayes’schen Netzen geplant, die auf der Wahrscheinlichkeitstheorie beruhen. „Wenn ich ein Auto bestelle, kann ich unter Hunderten verschiedenen Sonderausstattungsmerkmalen auswählen. Die Fertigung muss sorgfältig geplant werden“, sagt Rudolf Kruse. Viele Methoden für genau diese Planung wurden an der Otto-von-Guericke-Universität entwickelt.

Firmengründungen aus der Universität

Mit Hilfe der Studenten werden an der Informatikfakultät regelmäßig neue Ideen realisiert. Im Rahmen von Master- und Doktorarbeiten werden Software-Programme entwickelt und online präsentiert. Rudolf Kruse: „Unternehmen können sich direkt die Tools anschauen und testen.“ Mehrere Unternehmen seien in diesem Zuge bereits auf die Wissenschaftler zugekommen. Auch eigene Firmen wurden aus der Fakultät heraus gegründet. Kruse ist stolz auf die Entwicklung der Fakultät. „In der Lehre belegen wir im Vergleich zu anderen Unis immer Spitzenplätze.“

„Made in Magdeburg“ ist eine Gemeinschaftsserie von Volksstimme und dem Stadtmarketingverein Pro M. Mehr dazu auch online auf einer eigenen Internetseite.

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Letzte Änderung: 13.03.2019 - Ansprechpartner:

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