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Per Bachelorarbeit in die USA

16.04.2020 -

Studentin unterstützt Forschung an benutzerfreundlicheren MRTs und nahm an Messe in Chicago teil

In ihrer Ab­schlussarbeit konnte Karola Graichen ihr Wissen aus dem Bachelorstudium „Computer­visualistik" mit ihrer Arbeit im Magdeburger Start-up Neo­scan Solutions verbinden. So entwickelte sie Ideen, um die Benutzeroberfläche von MRTs zu vereinfachen. Gemeinsam mit Neoscan Solutions war sie sogar auf einer Messe in Chi­cago, USA. »Egal ob Kranken­schwester, Radiologieassistenz oder Radiologe selbst: Jeder soll das MRT möglichst einfach be­dienen können", sagt die Ab­solventin Karola Graichen. Sie studierte Computervisualistik an der Uni Magdeburg und spezialisierte sich auf Medizin­technik. Ihre Bachelorarbeit fing bei der Skizze des Displays an und endete beim voll funkti­onstüchtigen Prototypen.

Die Magnetresonanztomo­graphie soll zukünftig über ein direkt am Gerät installiertes Touchpad zu bedienen sein, reduziert auf das Wesentliche, mit einem Start-, Stopp und Auswahlbutton. Bisher muss das Personal in einen abge­trennten Raum gehen und dort einen Computer bedienen, um MRT-Bilder zu bekommen. Die Software, die Karola Graichen optimieren will, ge­hört zu einem besonderen MRT, an dem Neoscan Solutions der­zeit arbeitet: Das Gerät soll ex­tra für sensible Patienten, wie Neugeborene und Kinder bis zwei Jahren anwendbar sein.

Seit 2018 ist Karola Graichen als Werkstudentin Teil des Start-ups. Die Software war für sie am spannendsten, weshalb sie sich auch in ihrer Abschluss­arbeit darauf fokussierte. »Das Interface ist ein wichtiger Be­standteil des Geräts, welcher auch den Alltag derer, die da­mit arbeiten, mitbestimmt", erzählt die 22-Jährige weiter, „die Möglichkeit, eine so ein­flussreiche Aufgabe für eine Bachelorarbeit zu übernehmen, ist einmalig". Das sei auch ihrem anwendungsbezogenen Studium zu verdanken, wel­ches mit Firmen und Start-ups der Region zusammenarbeitet, damit Studierende dort Praxis­erfahrungen sammeln. Ihre Bachelorarbeit führ­te Karola Graichen sogar bis in die USA: In Chicago hatte das Start-up einen Stand auf einer Messe, die Innovationen bildgebender Geräte der Medi­zintechnik ausstellt. Dort hat sie bereits erstes Feedback von Personen aus dem Bereich be­kommen.

Sie studiert derzeit im Mas­ter Informatik und ist auch weiterhin als Werkstudentin bei Neoscan Solutions tätig.

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Auszeichnung für visualisierten Blutfluss

31.03.2020 -

monique_meuschke_auszeichnungMoniqe Meuschke, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, erhält für ihre Dissertation den Bildverarbeitung-für-die-Medizin (BVM)-Award. Dieser wird für innovative Arbeiten aus dem Bereich der medizinischen Bildverarbeitung von dem BVM-Award-Komitee vergeben. In ihrer Dissertation erstellte sie eine visuelle Analyse von Blutflussdaten im zerebralen Aneurysma. Das ist eine Erkrankung der Gehirnarterie. Die Gefäßwand wird ausgebeult und so besteht die Gefahr, dass das Gefäß reißt. „Ursachen für die Entwicklung und das Voranschreiten, sowie die Auswirkungen verschiedener Behandlungsmöglichkeiten sind für diese Erkrankungen bisher wenig verstanden. Eine computerunterstützte Auswertung medizinischer Daten könnte die Arbeit der Ärzte und die zu treffenden Entscheidungen fundamental unterstützen“, erklärt die junge Wissenschaftlerin.

In ihrer Dissertation hat Dr. Meuschke die Zusammenhänge zwischen der Gefäßmechanik und dem innenliegenden Blutfluss, der Kräfte auf die Wände auswirkt, visualisiert. Das Ziel war so mögliche Ursachen für das Reißen des Aneurysmas zu finden und eine bestmögliche Behandlung zu planen.

 

2009 begann Moniqe Meuschke ihr Studium der Computervisualistik mit dem Anwendungsfach Medizin an der Uni Magdeburg. Nach ihrem Masterabschluss promovierte sie in der Arbeitsgruppe für Visualisierung unter Prof. Bernhard Preim. Schon während ihres Studiums galt ihr Interesse den medizinischen Visualisierungen, die Ärzten helfen Erkrankungen möglichst früh zu erkennen und so eine optimale Behandlung für Patienten zu finden.

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Prof. Dittmann und Prof. Dr. Mostaghim wurden für eine zweite Amtsperiode in den Digitalisierungsbeirat des Landes Sachsen-Anhalt berufen

06.03.2020 -

Der 2018 eingerichtete Digitalisierungsbeirat wird das Wirtschaftsministerium auch in den nächsten zwei Jahren bei der Umsetzung der „Digitalen Agenda“ für Sachsen-Anhalt unterstützen. Minister Prof. Dr. Armin Willingmann hat 18 Expertinnen und Experten mit Wirkung zum 12. März 2020 für eine Amtszeit von zwei Jahren berufen. „Auch in Sachsen-Anhalt sind wir stark gefordert, wenn es darum geht, mit der rasanten digitalen Transformation aller Lebensbereiche Schritt zu halten bzw. sie zu gestalten. Da braucht es Expertise, Kreativität sowie Verständnis für Prozesse in Wirtschaft und Verwaltung. Umso erfreulicher ist es, dass die Mitglieder unseres Digitalisierungsbeirats auch künftig externen Sachverstand einbringen wollen.“
 
Der hochkarätig besetzte Beirat wurde im Zusammenhang mit der im Dezember 2017 beschlossenen „Digitalen Agenda“ ins Leben gerufen und hat in den vergangenen zwei Jahren in fünf Sitzungen über insgesamt 28 Digitalisierungsprojekte votiert sowie Empfehlungen zu zahlreichen Digital-Themen erarbeitet. Darüber hinaus haben die Beiratsmitglieder die vom Ministerium organisierte Workshop-Reihe zur „Digitalen Agenda“ durch ihre Ideen und Teilnahme bereichert. Für dieses Engagement bedankte sich Willingmann bei allen Beiratsmitgliedern: „Mein besonderer Dank gilt dabei dem Vorsitzenden Marco Langhof, der auch Vorstandsvorsitzender des IT-Verbandes des Landes sowie IT-Unternehmer ist, sowie der stellvertretenden Vorsitzenden Frau Prof. Heike Mrech von der Hochschule Merseburg.“
 
Seit 2018 hat der Beirat u. a. Empfehlungen zur Gigabit-Strategie des Landes, zur digitalen Bildung in der Schule, zur Digitalisierung in Gesundheitswesen, Pflege und Medizin sowie zum EU-Datenschutzrecht erarbeitet. In den kommenden zwei Jahren soll der Digitalisierungsbeirat das Ministerium vor allem bei der Fortschreibung der „Digitalen Agenda“ beraten.

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Fakultät für Informatik der OVGU Magdeburg stellt sich auf embedded world Messe vor

06.03.2020 -

Die Otto-von-Guericke-Universität präsentierte sich auf der embedded world Messe in Nürnberg vom 25. bis 27.02.2020. Forscher des Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence Lab http://ai.ovgu.de/) unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Sebastian Stober stellten ein aktuelles Forschungsprojekt zum Thema Erklärbarkeit von künstlicher Intelligenz vor. In diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt forscht die Arbeitsgruppe daran, künstliche neuronale Netze besser zu verstehen.

Künstliche neuronale Netze (KNNs) sind selbstlernende intelligente Systeme, die vom Aufbau natürlicher Gehirne inspiriert sind. Unter dem Begriff ‚Deep Learning‘ haben sich KNNs in den letzten Jahren als beliebte Wahl zur Entwicklung intelligenter Systeme etabliert. Die wachsende Komplexität dieser Netze erschwert es aber selbst Experten, deren innere Prozesse und Entscheidungen nachzuvollziehen. Durch die Übertragung von Methoden der kognitiven Neurowissenschaften auf künstliche neuronale Netze wollen die Informatiker herausfinden, wie diese selbstlernenden Systeme Vorhersagen treffen bzw. warum sie Fehler machen. Stober und sein Team wollen beispielsweise unterschiedliche Regionen in einem künstlichen neuronalen Netz identifizieren, die – wie in biologischen Gehirnen – für bestimmte Funktionen verantwortlich sind. Ähnlich wie die Aufnahme eines Hirn-Scans in einem Magnetresonanztomografen (MRT), wollen die KI-Experten die Funktion bestimmter Areale der KNNs erkennen können. Auf der Messe demonstrierten die Wissenschaftler diese Methoden unter anderem anhand eines KNN-basierten Spracherkenners. Besucher_1

Das Team um Prof. Stober präsentierte sich dabei am Gemeinschaftsstand der Initiative „Forschung für die Zukunft“ (http://www.forschung-fuer-die-zukunft.de/). Am Gemeinschaftsstand stellten neben der OVGU auch weitere Hochschulen sowie Ausgründungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aktuelle Forschung und neue Produkte aus.

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Letzte Änderung: 15.10.2020 - Ansprechpartner:

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